2015-11-22 Phnom Penh’s Monumente bei Nacht

Abends ließen wir uns von einem TukTuk zum knapp über einen Km entfernten Preah Sihanouk Boulevard bringen um dort zwei nationale Denkmäler umgeben von mit Lichterketten geschmückten Bäumen anzusehen.

Zuerst besichtigten wir das ‚Independent Monument‘, das einer Stupa aus Ankor Wat nachempfunden ist, im Jahre 1958 errichtet wurde und an die Unabhängigkeit von Frankreich aus 1954 erinnert.

Dann schlenderten wir die Lichterbaumallee entlang bis zum Denkmal des Nordom Sihanouk, der von 1941 bis 1993 zwei mal König und drei mal Staatsoberhaupt von Kambodscha war.

2015-11-22 Koh Dach-Mekong-Radtour

Auch heute waren wir wieder sehr sportiv unterwegs. Vor 8.00 wartete bereits unser Guide auf uns, wir wählten ein Rad aus, bekamen Helme verpasst und dann wurden wir alle (Räder und Menschen) in einen Bus verfrachtet. Die Gruppengröße war so wie wir es gerne haben – nämlich bestehend aus zwei Personen, d.h. wir waren mit einem Guide allein unterwegs.

Der Bus brachte uns zunächst via Fähre,  bei der es wieder, wie überall hier, sehr betriebsam zuging, auf die Hauptinsel des Mekong.

Dort schwangen wir uns auf unsere Räder um nach einer kurzen Fahrt, nun mit einer kleineren Fähre, auf die Koh-Dach-Mekonginsel überzusetzen. Nun ging die Tour richtig los. Wir radelten auf schmalen Wegen, die teils asphaltiert, teils staubig, sandig oder mit Schotterbelag versehen waren ein Stück der Insel ab.

Immer wieder wurden wir von den Menschen, besonders von Kindern, mit einem lauten ‚Hello‘ begrüßt, da hier nur selten Touristen vorbeikommen. Natürlich durfte auch ein Besuch eines Tempels und einer Weberei nicht fehlen.

Zu Mittag machten wir Rast am ‚Koh Dach Beach‘. Dies ist eine Sandbank im Mekong, mit offenen Hütten zum relaxen und der Möglichkeit im Mekong zu schwimmen. Bis zu einer Hütte sind wir gewatet, haben uns auf die Reismatten gelegt und einfach ein wenig gerastet. Das Schwimmen haben wir aufgrund der sichtbaren Wasserqualität des Mekong lieber gelassen.

Unser Guide bestellte das Mittagessen und kurze Zeit später wurde uns schon ein Fisolensalat mit Hühnerleber, Reis und Saucen serviert. Alles schmeckte vorzüglich, nur das Grillhuhn dürfte nicht geschlachtet worden sein, sondern eher an Altersschwäche verstorben sein, da es ziemlich zäh war.

Trotzdem genossen wir die relative Kühle am Wasser und das Treiben rings um uns herum.  Außerdem fanden wir noch Zeit für einen kleinen Powernap. Anschließend radelten wir noch ein ganzes Stück der Insel entlang, setzten wieder mit der Fähre über, wurden vom Bus wieder aufgenommen und ins Hotel zurückgebracht.

Ein toller, empfehlenswerter Ausflug abseits von touristischen Pfaden.

2015-11-21 Sambor Prei Kuk nach Phnom Penh

Heute nahmen wir von unserem Guide  und unserer Gastfamilie Abschied, denn der Transfer nach Phnom Penh stand auf dem  Programm.

Gleicher alter Fahrer mit gleichem noch älterem TukTuk, wie schon bei der Hinfahrt, brachte uns in wiederum abenteuerlicher Fahrt nach Kampong Thom zur Busstation.

Da wir noch etwas  Zeit hatten, machte der Fahrer noch eine kleine Rundfahrt durch die Stadt und zeigte uns einen Tempel und einen Baum voller Fledermäuse.

Der Bus kam wiederum pünktlich, genau eine Stunde zu spät, an und wir stiegen als einzige Gäste in den sonst bereits vollen Bus ein. Über drei Stunden holperten wir über Staubstraßen, fuhren über sanierungsbedürftige Asphaltstraßen oder glitten auf einer gut ausgebauten Autobahn der kambodschanischen Hauptstadt entgegen.

Ein Fahrer unseres lokalen Reiseveranstalters erwartete uns und brachte uns in kurzer Fahrt ins Hotel. Dort wurden unsere Pässe entgegengenommen und fieberhaft nach unserer Reservierung gesucht. Mit einem freundlichen Lächeln erhielten wir die Pässe zurück, da in diesen Hotel kein Zimmer für uns gebucht war. Dann wurde etwas herumtelefoniert und herausgefunden, dass wir im falschen Hotel abgesetzt wurden, da die Hotelnamen wirklich sehr ähnlich sind (Anik Boutique Hotel (das Falsche), Anik Boutique Hotel und Spa (das Richtige)). Ein TukTuk brachte uns kostenlos ins richtige Hotel und wir bezogen unsere Suite.

Anschließend besuchten wir noch eine nahe gelegene Mall und speisten dort eine Kleinigkeit im ‚Kenny Rogers Roaster‘. Für den Heimweg nahmen wir uns ein TukTuk. Leider hatte der Fahrer keine Ahnung wo unser Hotel ist und machte mit uns eine kleine Grätzelrundfahrt. Wir konnten ihn schließlich doch so weit dirigieren, dass er endlich in die richtige Richtung fuhr und wir dann das Hotel schlussendlich fanden.

2015-11-20 Sambor Prei Kuk

Morgens 6:00 ist Tagwache, außer uns ist rundherum auch schon alles wach. Alle Tiere, Menschen und Maschinen geben irgendwelche Laute von sich, sodass an Schlaf nicht zu denken ist. Das Frühstück ist wieder ausgezeichnet und unser Guide kommt, um uns zu einer vormittägigen Fahrradtour abzuholen. Auf Fahrrädern die älter als wir sind, machen wir eine ca. 15 Km lange Runde und besichtigen dabei eine Highschool, einen neu erbauten Tempel und eine Tempelanlage die dank amerikanischem Flächenbombardement während des Vietnamkrieges nur mehr als Ruine herumsteht.

Nach dieser 15-KM-Radtour wurden wir wieder von unserer Hausfrau kulinarisch verwöhnt und zogen uns anschließend zu einer kleinen Siesta zurück. Um 15:30 ging es zur nächsten Radtour los. Mit unseren Superbikes radelten wir durch Reisfelder, beobachteten Wasserbüffel, besuchten ein weiteres Dorf, um als Tagesabschluss einen schönen Sonnenuntergang in den Reisfeldern zu genießen.

 

Das Abendessen war wieder super, die Nacht etwas kühler als die Vorige, der Geräuschpegel wieder hoch (feiernde Touristen, Straßenlärm, Hunde, Hähne und sonstiges Getier) sodass unsere Nachtruhe nicht perfekt aber doch annehmbar war.

 

2015-11-19 Siem Reap nach Sambor Prei Kuk

Heute haben wir wieder einen Standortwechsel vorgenommen. Vom Hotel ging es zuerst mit einem PKW zum Busbahnhof. Dort stiegen wir in den Linienbus Siem-Reap nach Phnom Penh. Der Bus hatte bequeme Sitze, WiFi, Sicherheitsgurte und eine Klimaanlage. Trotz dieses Komforts waren keine Einheimischen an Board. Die Fahrt war sehr interessant, da wir wieder viel an Landschaft (Reisfelder in allen möglichen Variationen) und kuriosen Verkehrssituation zu sehen bekamen.

Pünktlich, mit nur einer Stunde Verspätung kamen wir in Kampong Thom an. Dies ist eine größere Bezirkshauptstadt, die extrem dichten Verkehr, aber dafür keine Asphaltstraßen hat. Es gibt daher hier keine grünen, sondern nur (staub)braune Blätter. Die Lungen der Einheimischen werden wohl ebenso aussehen.

An der Busstation wurden wir schon von unserem lokalen Guide, inklusive TukTuk und dessen Fahrer erwartet. Das Gefährt war ein Moped mit kleinem Anhänger, auf den unser Gepäck, der Guide und wir zwei verladen wurden. Dann begann die abenteuerliche Fahrt zu unserem eigentlichen Ziel, einem Homestay in Sambor Prei Kuk. Der Fahrer holte aus dem kleinen Moped, dass sich mit dem zu schleppenden Gewicht hörbar schwer tat, heraus was ging. Zuerst über die städtischen Staubstraßen, dann über die asphaltierten Überlandstraßen, jedoch immer von einem Schlagloch zum anderen, ging es ca. eine Stunde unserem Ziel entgegen. Einmal mussten wir eine kleine Pause einlegen, da der Motor heiß gelaufen war. Kein Problem. Der Fahrer holte aus dem nahen Reisfeld Wasser, kühlte den Motor und schon ging die wilde Fahrt weiter.

Wir waren schon sehr gespannt wie unser Homestay aussehen wird. Nun sahen wir es. Ein Pfahlbau, in einem abgelegenen Dorf, ohne Strom, aber sehr sauber. Wir wurden unseren Hausleuten (Eltern mit drei Kindern) vorgestellt und bezogen unser Etablissement. Ein Zimmer mit ca. 2×3 Metern, inkl. Bett, Moskitonetz und batteriebetriebenem Ventilator. Zu erreichen ist das Zimmer über eine steile Treppe die in einem riesigen Gemeinschaftsraum mündet. Unser Zimmer ist eines von vier Zimmern. Wir sind die einzigen Gäste, die anderen Zimmer stehen leer. Bis auf eines in dem die älteste Tochter schläft. Die übrigen Familienmitglieder schlafen in einem ebenerdig vorhandenen Holz-/Blechverschlag (Haus?). Untertags wird unter dem Pfahlbau gewohnt und gelebt. Niemand spricht englisch, nur die 15jährige Tochter, aber leider nur auf Anfängerniveau.

Nachdem wir etwas pausiert haben, schlafen ist wegen der Hitze kaum möglich, gehen wir die Straße etwas entlang und werden von den meisten Menschen freundlich gegrüßt. Es ist hier so eine ganz andere Welt, in der zu leben wir uns eigentlich nicht vorstellen können. Strom ist zwar vorhanden, aber nicht leistbar, da ein Kilowatt knapp einen Euro kostet.

Abends bekommen wir von der Hausfrau ein leckeres Essen serviert und um 19.00 Uhr ist es stockdunkel, nur ein paar batteriegespeiste Glühlampen brennen noch. Wir gehen langsam zu Bett die Hitze lässt uns trotz Ventilator nur schwer einschlafen. Kaum schlafen wir werden wir schon wieder geweckt. Entweder durch das Krähen unzähliger Hähne (auch mitten in der Nacht) oder durch Hundegebell, Gänseschnattern, Verkehrslärm oder undefinierbare andere Geräusche.

 

2015-11-18 B-B-B-Triathlon für Touristen

Schon um 6:00 saßen wir heute beim Frühstück um halbwegs rechtzeitig (auch ein TukTuk ist Morgens schwer zu bekommen) bei unserem heutigen Tourveranstalter ‚Grasshoppers‘ einzutreffen. Bei diesem hatten wird eine  ganztägige Bike-Boot-Bus-Tour gebucht.

Die Räder waren wie neu und sogar alle Bremsen haben funktioniert (nicht so wie in Bangkok). Zwei Guides, sowie drei amerikanische Brüder machten sich mit uns auf den Weg. Knappe 30 Km ging es über abgelegene Straßen, durch Dörfer in die man als Tourist sonst wohl nie hinkommen würde, in der Nähe von Siem Reap über Stock und Stein. Zwischendurch besuchten wir einen lokalen Markt, sahen beim Reiskochen (in Bambusrohren) zu, stoppten bei einem Tempel, konnten immer wieder die sehr armen Lebensverhältnisse der Einheimischen beobachten, bis wir in einem Dorf die Radtour beendeten.

In dem Dorf erwartete uns ein Guide von ‚HUSK‘. Diese Organisation kümmert sich in den entlegenen Dörfern um die ärmsten der Armen und baut für und mit ihnen Schulen, Häuser und investiert in die Infrastruktur. Dieser Guide führte uns über eine Stunde durch das weit verstreut liegende Dorf und zeigte uns die erbauten Häuser, Trinkwasserstationen und die Schule.

Nach einem guten Mittagessen ging es mit dem Bus ein kurzes Stück weiter zu einem See, dem ‚Tonle Sap‘. Dort fuhren wir zuerst  einen Kanal entlang bis wir zum eigentlichen See kamen. Unterwegs kamen wir an einem schwimmenden Dorf vorbei, in dem die Menschen mit Hab und Gut auf einem Boot leben.

Nach einer kurzen Rast in einem schwimmenden Restaurant (mit lebenden Krokodilen als Haustieren) fuhren wir den See noch ein Stück entlang, stiegen dann in Kajaks um und fuhren damit durch eine atemberaubende Wasserlandschaft.

Danach ging es wieder auf das Longtail-Boot, dass uns wieder bis zum Bus zurückbringen sollte, Leider ging dem Boot unterwegs das Benzin aus, sodass uns ein anderes Boot abschleppen musste, bis wir zu einer ‚Tankstelle‘ kamen und neues Benzin kaufen konnten.  ‚Tankstelle‘ war in unserem Falle ein Standl am Rand des Kanals, von dem aus uns ein Mann zwei mit Benzin gefüllte 2l-Colaflaschen zuwarf.

Mit dem Bus ging es nun ins Hotel, wo wir müde, aber voller toller Eindrücke von einem empfehlenswerten Trip nach über 10 Stunden wieder eintrafen.

2015-15-17 Siem Reap – Angkor Tempeltour

Heute haben wir eine besondere Tour absolviert, auf die wir uns schon sehr gefreut haben. Nach dem Frühstück wurden wir von unserem Fahrer (übrigens der gleiche der uns gestern von der Grenze bis hier ins Hotel brachte) und unserem Guide abgeholt.

Zuerst fuhren wir los um unsere personalisierten Tagespässe für den Angkor Archaelogogical Park (für je 20 USD pP) zu kaufen. Anschließend starteten wir den ‚Kleinen Rundgang‘ und besuchten dabei folgende Tempel:

Angkor Thom – ist eine von einem riesigen Wassergraben ( 12 Km lang, 100 m breit) ehemals mächtigste Hauptstadt des Angkor-Reiches. In ihr befinden sich, der Bayon (Königlicher Palast), sowie die Terrasse der Elefanten und des Leprakönigs, um nur einige Highlights zu nennen.

Ta Prohm – ist jene Tempelanlage aus dem 12 Jahrhundert die zum Großteil von den darauf wachsenden Bäumen zerstört wurde bzw. wird. Seit Jahrhunderten wachsen hier riesige Würgefeigenbäume die mit ihren starken und weitverzweigten Wurzeln die stärksten Mauern sprengen und zum Einsturz bringen.

Angkor Wat – ist jene Tempelanlage, die als das Wahrzeichen Kambodschas gilt. Von einem knapp 200 m breiten Wassergraben umgeben, ist dieser hinduistische Tempel das größte sakrale Bauwerk der Welt. Angkor Wat zu beschreiben ist ganz einfach: es ist bombastisch, poetisch, brutal in seiner Größe, sanft in seiner Symmetrie und künstlerischen Gestaltung, ebenso unglaublich als Ganzes wie auch im kleinsten Detail. Leider stammt dieser Satz nicht von uns, aber beschreibt genau unsere Eindrücke.

Diese Tour ist jedem Siem-Reap-Urlauber zu empfehlen, obwohl sie nicht ganz einfach ist. Bei sengender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit stundenlang herum zu spazieren, ist oft nicht einfach, aber das was man zu sehen und zu erleben bekommt, entschädigt tausendfach. Noch nie hatten wir so einen hohen Trinkwasserverbrauch wie heute und noch haben wir so viel transpiriert wie heute. Aber es hat sich wirklich ausgezahlt und wir sind froh diese Tour gemacht zu haben.

Zum Abschluss haben wir wieder am und im Pool relaxt, den morgen müssen wir wieder fit sein. Da steht nämlich ein Triathlon auf dem Programm

 

 

2015-11-16 Kulen 2 – Folklore

Nach dem Bezug des riesigen Zimmers hüpften wir sofort in unsere Badesachen und genossen einige Zeit im und am Swimmingpool.

Danach kauften wir an der Rezeption Karten für einen Dinner-Buffet-Folklore-Abend im Restaurant Kulen 2. Ein TukTuk brachte uns zum Restaurant, wo wir und ca. tausend weitere Personen auf die Eröffnung des Buffets und den Beginn der Folkloreshow warteten.

Das Buffet war einigermaßen, die Show ebenfalls und so fielen wir dann müde ins Bett, denn Morgen ist wieder ein besonderer Tag.

2015-11-15 Pak Chong nach Siem Reap

Heute sollte die Fahrt von Thailand nach Kambodscha stattfinden und zwar nach folgendem Plan: Ein Privatchauffeur holt uns von Pak Chong ab und bringt uns an die thailändisch/kambodschanische Grenze nach Aranyaprathet und lässt uns dort aussteigen. Wir gehen alleine über die Grenze, d.h. wir erledigen selbst die Aus- bzw. Einreiseformalitäten und treffen nach dem Zollgebäude in Poipet unseren kambodschanischen Fahrer, der uns dann nach Siem Reap ins Hotel bringen soll.

Soweit der Plan. Aber Pläne entsprechen meist nicht der Wirklichkeit, den tatsächlich war es so:

Schon ein halbe Stunde vor der geplanten Abfahrt (9:00) fuhr unser Privatfahrer mit einem Toyota Chamry (gasbetrieben) vor und als auch wir endlich fertig waren, ging die Reise um 8:50 los. Die Fahrt war eher fad, zwei kurze Stopps zum Gastanken waren der einzige Höhepunkt. Da der Fahrer kein Wort Englisch sprach, konnten wir ihn auch nicht über Thailand, sein Leben etc. ausfragen.

Um 12:30 kamen wir dann in der thailändischen Grenzstadt Aranyaprathet an. Was war das für ein Treiben. Überall Touristen und Einheimische die sich in der Umgebung des Grenzgebäudes aufhielten bzw. hin und her liefen oder gefahren wurden. Und da sollten wir uns jetzt zurecht finden ?

Plötzlich fuhr unser Fahrer rechts ran, unsere Türe wurde aufgerissen und wir wurden von einem freundlichen Mitarbeiter unserer kambodschanischen Reiseagentur begrüßt. Er nahm uns gleich die Pässe ab, verschwand damit in irgendeinem Gebäude, kam kurze Zeit später mit Ein-/Ausreisevisum wieder zu erscheinen. Wir füllten sie aus, dann ging er wieder weg und nach insgesamt kaum einer viertel Stunde waren wir im Besitz unseres Visums. Für diese Prozedur muss man als normaler Grenzgänger eine gute Stunde rechnen. Und wir haben uns das alles für fünf Dollar extra p.P. erspart.

Nun schnappten wir unsere Koffer und rannten keuchend und übermäßig transpirierend unserem Guide nach, in Richtung Aus-/Einreise. Bei der Ausreise wurden unsere Pässe kontrolliert und wir fotografiert. Dann ging es endlose Gänge entlang, aber immer an der Warteschlange vorbei bis auf die kambodschanische Seite. Wieder nahm unser Guide uns die Pässe ab und tauchte in der Menschenmasse unter. Zehn Minuten später waren unsere Visa gestempelt und der ganze Grenzverwaltungskram erledigt. Auch hier haben wir gut eine Stunde Wartezeit in sengender Hitze gespart. Schon lange nicht haben wir zehn Dollar so gut angelegt.

Ein alter, schrottreifer Bus brachte uns in kurzer Fahrt zu einem Parkplatz. Nach dem Aussteigen winkte unser Guide unseren nächsten Privatfahrer (wieder mit einem Toyota Chamry, aber diesmal in Diesel) herbei und dieser brachte uns dann in ca. zweistündiger Fahrt an unseren Zielort Siem Reap in unser Hotel.

Diese Fahrt war weit spannender als die erste Fahrt, denn Verkehrsregeln werden hier anscheinend nur als Empfehlungen interpretiert. Lasten werden mit den eigentümlichsten Geräten und in oftmals seltsamer Beladung transportiert. Und zwischen dem ganzen Chaos gibt es immer und überall Scooters die dem ganzen noch eine ganz besondere verkehrstechnische Würze verleihen.

Die Gegend ist meist flach und wird von Reisfeldern links und rechts der Straße beherrscht.

Relativ entspannt und ausgeruht haben wir unser Hotel erreicht und waren froh, dass die Realität diesmal besser als der Plan war. Ein großes Lob an unseren Reiseveranstalter Erlebe-Fernreisen und seinen Partner Khiri-Travel.

2015-11-15 Dschungeltour

Heute Morgen sind wir zu einer ganztägigen Dschungeltour aufgebrochen. Noch gestern Abend wurde uns gesagt, dass wir nur lange Hosen und Shirts tragen sollen. Wir haben das ein wenig belächelt, aber als heute selbst der einheimische Guide in diesen Sachen erschien und wir außerdem noch ‚leech proof socks‘, also eigene Socken die bis zu Knie hinauf gehen und vor Blutegeln schützen sollen, bekamen, wussten wir das die Warnungen erst zu nehmen sind.

Mit zwei Autos und zwölf Touristen machte sich unser Guide auf den Weg in den ersten Nationalpark der in Thailand (8.9.1962) eröffnet wurde, dem Khao Yai National Park.

Den ganzen Tag ging es,  nur unterbrochen von einer kurzen Mittagsrast, durch dichten Dschungel. Obwohl wir keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren, rann uns der Schweiß in Bächen aus allen Poren. Aber es hat sich gelohnt, da wir nicht  nur viele Tiere zu Gesicht bekamen,

sondern auch jede Menge an verschiedenartigsten Pflanzen.

Zum Abschluss ging es noch auf Elefantenjagd. Tatsächlich konnten wir eine kleine Familie ausfindig machen. Allerdings wollten die Tiere gerade in ein nicht für sie bestimmtes Gebiet einfallen und wurden deshalb von einigen Parkrangern hin- und gejagt.  Die Elefanten gerieten in Stress und Panik zertrümmerten einige Mistkübeln, bis sie dann noch in den für sie bestimmten Wald abzogen.

Nach elf Stunden kehrten wir dann müde, aber voller neuer Eindrücke zurück und können diese Tour nur weiter empfehlen.