Archiv der Kategorie: Pak Chong

2015-11-15 Pak Chong nach Siem Reap

Heute sollte die Fahrt von Thailand nach Kambodscha stattfinden und zwar nach folgendem Plan: Ein Privatchauffeur holt uns von Pak Chong ab und bringt uns an die thailändisch/kambodschanische Grenze nach Aranyaprathet und lässt uns dort aussteigen. Wir gehen alleine über die Grenze, d.h. wir erledigen selbst die Aus- bzw. Einreiseformalitäten und treffen nach dem Zollgebäude in Poipet unseren kambodschanischen Fahrer, der uns dann nach Siem Reap ins Hotel bringen soll.

Soweit der Plan. Aber Pläne entsprechen meist nicht der Wirklichkeit, den tatsächlich war es so:

Schon ein halbe Stunde vor der geplanten Abfahrt (9:00) fuhr unser Privatfahrer mit einem Toyota Chamry (gasbetrieben) vor und als auch wir endlich fertig waren, ging die Reise um 8:50 los. Die Fahrt war eher fad, zwei kurze Stopps zum Gastanken waren der einzige Höhepunkt. Da der Fahrer kein Wort Englisch sprach, konnten wir ihn auch nicht über Thailand, sein Leben etc. ausfragen.

Um 12:30 kamen wir dann in der thailändischen Grenzstadt Aranyaprathet an. Was war das für ein Treiben. Überall Touristen und Einheimische die sich in der Umgebung des Grenzgebäudes aufhielten bzw. hin und her liefen oder gefahren wurden. Und da sollten wir uns jetzt zurecht finden ?

Plötzlich fuhr unser Fahrer rechts ran, unsere Türe wurde aufgerissen und wir wurden von einem freundlichen Mitarbeiter unserer kambodschanischen Reiseagentur begrüßt. Er nahm uns gleich die Pässe ab, verschwand damit in irgendeinem Gebäude, kam kurze Zeit später mit Ein-/Ausreisevisum wieder zu erscheinen. Wir füllten sie aus, dann ging er wieder weg und nach insgesamt kaum einer viertel Stunde waren wir im Besitz unseres Visums. Für diese Prozedur muss man als normaler Grenzgänger eine gute Stunde rechnen. Und wir haben uns das alles für fünf Dollar extra p.P. erspart.

Nun schnappten wir unsere Koffer und rannten keuchend und übermäßig transpirierend unserem Guide nach, in Richtung Aus-/Einreise. Bei der Ausreise wurden unsere Pässe kontrolliert und wir fotografiert. Dann ging es endlose Gänge entlang, aber immer an der Warteschlange vorbei bis auf die kambodschanische Seite. Wieder nahm unser Guide uns die Pässe ab und tauchte in der Menschenmasse unter. Zehn Minuten später waren unsere Visa gestempelt und der ganze Grenzverwaltungskram erledigt. Auch hier haben wir gut eine Stunde Wartezeit in sengender Hitze gespart. Schon lange nicht haben wir zehn Dollar so gut angelegt.

Ein alter, schrottreifer Bus brachte uns in kurzer Fahrt zu einem Parkplatz. Nach dem Aussteigen winkte unser Guide unseren nächsten Privatfahrer (wieder mit einem Toyota Chamry, aber diesmal in Diesel) herbei und dieser brachte uns dann in ca. zweistündiger Fahrt an unseren Zielort Siem Reap in unser Hotel.

Diese Fahrt war weit spannender als die erste Fahrt, denn Verkehrsregeln werden hier anscheinend nur als Empfehlungen interpretiert. Lasten werden mit den eigentümlichsten Geräten und in oftmals seltsamer Beladung transportiert. Und zwischen dem ganzen Chaos gibt es immer und überall Scooters die dem ganzen noch eine ganz besondere verkehrstechnische Würze verleihen.

Die Gegend ist meist flach und wird von Reisfeldern links und rechts der Straße beherrscht.

Relativ entspannt und ausgeruht haben wir unser Hotel erreicht und waren froh, dass die Realität diesmal besser als der Plan war. Ein großes Lob an unseren Reiseveranstalter Erlebe-Fernreisen und seinen Partner Khiri-Travel.

2015-11-15 Dschungeltour

Heute Morgen sind wir zu einer ganztägigen Dschungeltour aufgebrochen. Noch gestern Abend wurde uns gesagt, dass wir nur lange Hosen und Shirts tragen sollen. Wir haben das ein wenig belächelt, aber als heute selbst der einheimische Guide in diesen Sachen erschien und wir außerdem noch ‚leech proof socks‘, also eigene Socken die bis zu Knie hinauf gehen und vor Blutegeln schützen sollen, bekamen, wussten wir das die Warnungen erst zu nehmen sind.

Mit zwei Autos und zwölf Touristen machte sich unser Guide auf den Weg in den ersten Nationalpark der in Thailand (8.9.1962) eröffnet wurde, dem Khao Yai National Park.

Den ganzen Tag ging es,  nur unterbrochen von einer kurzen Mittagsrast, durch dichten Dschungel. Obwohl wir keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren, rann uns der Schweiß in Bächen aus allen Poren. Aber es hat sich gelohnt, da wir nicht  nur viele Tiere zu Gesicht bekamen,

sondern auch jede Menge an verschiedenartigsten Pflanzen.

Zum Abschluss ging es noch auf Elefantenjagd. Tatsächlich konnten wir eine kleine Familie ausfindig machen. Allerdings wollten die Tiere gerade in ein nicht für sie bestimmtes Gebiet einfallen und wurden deshalb von einigen Parkrangern hin- und gejagt.  Die Elefanten gerieten in Stress und Panik zertrümmerten einige Mistkübeln, bis sie dann noch in den für sie bestimmten Wald abzogen.

Nach elf Stunden kehrten wir dann müde, aber voller neuer Eindrücke zurück und können diese Tour nur weiter empfehlen.

2015-11-15 Pak Chong – Fledermäuse

Viel Zeit zum ausruhen blieb uns in der neuen Unterkunft nicht. Nachdem wir den schönen Bungalow bezogen haben, hüpften wir gleich in den Pool um uns etwas zu erfrischen.

Danach gingen wir zum vereinbarten Treffpunkt und es begann die Fledermaus-Tour. Zuerst besuchten wir einen lokalen Markt um dann bei einem kleinen Tempel zu halten.

Der Tempel liegt nahe dem Eingang zur Bat-Cave. Bevor wir jedoch die Fledermäuse in ihrer Höhle besuchten, haben wir noch einen schönen Sonnenuntergang genossen.

Nun ging es mit Taschenlampen bewaffnet ab in die Höhle. Zuerst betraten wir einen riesigen Felsendom. Danach quetschten wir uns durch eine Felsspalte in eine kleiner Höhle. In den Felsen waren überall Löcher aus denen uns junge Fledermäuse anschauten. Die Eltern hingen an den benachbarten Felswänden herum. Ein besonderes Gefühl ist es wenn man sich in einen komplett finsteren Teil der Höhle stellt und wartet. Schon nach kurzer Zeit hört man wie die, übrigens nur 3-5 cm großen Tiere, ganz knapp an einem verbeifliegen ohne dass man von ihnen berührt wird.

Nun fuhren wir ein Stück weiter und plötzlich hörten wir in der Stille der Nacht ein unheimliches Rauschen. Millionen von Fledermäusen flogen zur täglichen Futtersuche in das einige Kilometer entfernte Gebirge, um dort Insekten zu fressen. Über eine halbe Stunde sieht man in einer langen, schwarzen Schlangenlinie, die Fledermäuse über den Himmel ziehen. Genauso schnell wie es begonnen hat, war es auch wieder vorüber. Erst in den frühen Morgenstunden werden die Tiere in kleinen Gruppen wieder zurück in die Höhle kommen.

2015-11-14 Zugfahrt von Ayutthaya nach Pak Chong

Ausgeschlafen und gut gelaunt ging es vor der Zugfahrt zum Frühstück. Dieses blieb uns aber fast im Halse stecken, als wir beim Nachrichtencheck die unglaublich tragischen Nachrichten von Paris gelesen haben.  Fassungslos und traurig haben wir dann doch ein wenig gegessen und uns von einem TukTuk zum Bahnhof chauffieren lassen.

Der Bahnhof in Ayutthaya ist relativ groß, die Anzeigetafeln erinnern ein wenig an die 60er Jahre, also nichts elektrisches und die Verspätungstafel wird noch vom Stationsvorsteher in schmucker Uniform mit roter und grüner Fahne in der einen und Kreide in der anderen Hand, höchstpersönlich beschrieben. Mit wenigen Minuten Verspätung kommt unser Zug aus Bangkok und wir steigen in den nächst besten Waggon. Dort ist es schon ziemlich voll und wir versuchen Platz für uns und unser Gepäck zu finden. Plötzlich kommt ein Zugsbegleiter (der untersten Charge – keine Uniform) verlangt unsere Tickets und geleitet uns zu unseren numerierten Plätzen. Wir haben jetzt zwar Platz, aber leider nicht unser Gepäck. Wir müssen einiges in den Überkopfablagen umschlichten, um dann doch unsere Koffer und Rucksäcke sicher verstauen zu können.

Nun kommt ein anderer Zugsbegleiter (schon einer mit Uniform) und kontrolliert unsere Fahrkarten. Kaum zwei Minuten später kommt der nächste Zugsbegleiter (anscheinend der Chef, da in prunkvoller Uniform) sammelt die Tickets ein und bringt sie nach geraumer Zeit wieder zurück, wobei er uns auf seiner Excelliste abhakt. Der Waggon ist nicht sonderlich modern, aber die Sitze sind bequem und die zwei Stunden Fahrtzeit vergehen ganz schnell. Auch wenn man von der Gegend nicht viel sieht, da die Fenster von jahrelanger Schmutzablagerung schon fast ganz blind sind.

Bei der Ankunft in Pak Chong ist der bestellte Transferbus nicht da,  aber eine engagierte einheimische Reiseleiterin, die eigentlich gar nicht für uns zuständig ist, telefoniert ein wenig herum und nach einer viertel Stunde kommt unser Van und bringt uns in unser Quartier.