Archiv der Kategorie: Sambor Prei Kuk

2015-11-21 Sambor Prei Kuk nach Phnom Penh

Heute nahmen wir von unserem Guide  und unserer Gastfamilie Abschied, denn der Transfer nach Phnom Penh stand auf dem  Programm.

Gleicher alter Fahrer mit gleichem noch älterem TukTuk, wie schon bei der Hinfahrt, brachte uns in wiederum abenteuerlicher Fahrt nach Kampong Thom zur Busstation.

Da wir noch etwas  Zeit hatten, machte der Fahrer noch eine kleine Rundfahrt durch die Stadt und zeigte uns einen Tempel und einen Baum voller Fledermäuse.

Der Bus kam wiederum pünktlich, genau eine Stunde zu spät, an und wir stiegen als einzige Gäste in den sonst bereits vollen Bus ein. Über drei Stunden holperten wir über Staubstraßen, fuhren über sanierungsbedürftige Asphaltstraßen oder glitten auf einer gut ausgebauten Autobahn der kambodschanischen Hauptstadt entgegen.

Ein Fahrer unseres lokalen Reiseveranstalters erwartete uns und brachte uns in kurzer Fahrt ins Hotel. Dort wurden unsere Pässe entgegengenommen und fieberhaft nach unserer Reservierung gesucht. Mit einem freundlichen Lächeln erhielten wir die Pässe zurück, da in diesen Hotel kein Zimmer für uns gebucht war. Dann wurde etwas herumtelefoniert und herausgefunden, dass wir im falschen Hotel abgesetzt wurden, da die Hotelnamen wirklich sehr ähnlich sind (Anik Boutique Hotel (das Falsche), Anik Boutique Hotel und Spa (das Richtige)). Ein TukTuk brachte uns kostenlos ins richtige Hotel und wir bezogen unsere Suite.

Anschließend besuchten wir noch eine nahe gelegene Mall und speisten dort eine Kleinigkeit im ‚Kenny Rogers Roaster‘. Für den Heimweg nahmen wir uns ein TukTuk. Leider hatte der Fahrer keine Ahnung wo unser Hotel ist und machte mit uns eine kleine Grätzelrundfahrt. Wir konnten ihn schließlich doch so weit dirigieren, dass er endlich in die richtige Richtung fuhr und wir dann das Hotel schlussendlich fanden.

2015-11-20 Sambor Prei Kuk

Morgens 6:00 ist Tagwache, außer uns ist rundherum auch schon alles wach. Alle Tiere, Menschen und Maschinen geben irgendwelche Laute von sich, sodass an Schlaf nicht zu denken ist. Das Frühstück ist wieder ausgezeichnet und unser Guide kommt, um uns zu einer vormittägigen Fahrradtour abzuholen. Auf Fahrrädern die älter als wir sind, machen wir eine ca. 15 Km lange Runde und besichtigen dabei eine Highschool, einen neu erbauten Tempel und eine Tempelanlage die dank amerikanischem Flächenbombardement während des Vietnamkrieges nur mehr als Ruine herumsteht.

Nach dieser 15-KM-Radtour wurden wir wieder von unserer Hausfrau kulinarisch verwöhnt und zogen uns anschließend zu einer kleinen Siesta zurück. Um 15:30 ging es zur nächsten Radtour los. Mit unseren Superbikes radelten wir durch Reisfelder, beobachteten Wasserbüffel, besuchten ein weiteres Dorf, um als Tagesabschluss einen schönen Sonnenuntergang in den Reisfeldern zu genießen.

 

Das Abendessen war wieder super, die Nacht etwas kühler als die Vorige, der Geräuschpegel wieder hoch (feiernde Touristen, Straßenlärm, Hunde, Hähne und sonstiges Getier) sodass unsere Nachtruhe nicht perfekt aber doch annehmbar war.

 

2015-11-19 Siem Reap nach Sambor Prei Kuk

Heute haben wir wieder einen Standortwechsel vorgenommen. Vom Hotel ging es zuerst mit einem PKW zum Busbahnhof. Dort stiegen wir in den Linienbus Siem-Reap nach Phnom Penh. Der Bus hatte bequeme Sitze, WiFi, Sicherheitsgurte und eine Klimaanlage. Trotz dieses Komforts waren keine Einheimischen an Board. Die Fahrt war sehr interessant, da wir wieder viel an Landschaft (Reisfelder in allen möglichen Variationen) und kuriosen Verkehrssituation zu sehen bekamen.

Pünktlich, mit nur einer Stunde Verspätung kamen wir in Kampong Thom an. Dies ist eine größere Bezirkshauptstadt, die extrem dichten Verkehr, aber dafür keine Asphaltstraßen hat. Es gibt daher hier keine grünen, sondern nur (staub)braune Blätter. Die Lungen der Einheimischen werden wohl ebenso aussehen.

An der Busstation wurden wir schon von unserem lokalen Guide, inklusive TukTuk und dessen Fahrer erwartet. Das Gefährt war ein Moped mit kleinem Anhänger, auf den unser Gepäck, der Guide und wir zwei verladen wurden. Dann begann die abenteuerliche Fahrt zu unserem eigentlichen Ziel, einem Homestay in Sambor Prei Kuk. Der Fahrer holte aus dem kleinen Moped, dass sich mit dem zu schleppenden Gewicht hörbar schwer tat, heraus was ging. Zuerst über die städtischen Staubstraßen, dann über die asphaltierten Überlandstraßen, jedoch immer von einem Schlagloch zum anderen, ging es ca. eine Stunde unserem Ziel entgegen. Einmal mussten wir eine kleine Pause einlegen, da der Motor heiß gelaufen war. Kein Problem. Der Fahrer holte aus dem nahen Reisfeld Wasser, kühlte den Motor und schon ging die wilde Fahrt weiter.

Wir waren schon sehr gespannt wie unser Homestay aussehen wird. Nun sahen wir es. Ein Pfahlbau, in einem abgelegenen Dorf, ohne Strom, aber sehr sauber. Wir wurden unseren Hausleuten (Eltern mit drei Kindern) vorgestellt und bezogen unser Etablissement. Ein Zimmer mit ca. 2×3 Metern, inkl. Bett, Moskitonetz und batteriebetriebenem Ventilator. Zu erreichen ist das Zimmer über eine steile Treppe die in einem riesigen Gemeinschaftsraum mündet. Unser Zimmer ist eines von vier Zimmern. Wir sind die einzigen Gäste, die anderen Zimmer stehen leer. Bis auf eines in dem die älteste Tochter schläft. Die übrigen Familienmitglieder schlafen in einem ebenerdig vorhandenen Holz-/Blechverschlag (Haus?). Untertags wird unter dem Pfahlbau gewohnt und gelebt. Niemand spricht englisch, nur die 15jährige Tochter, aber leider nur auf Anfängerniveau.

Nachdem wir etwas pausiert haben, schlafen ist wegen der Hitze kaum möglich, gehen wir die Straße etwas entlang und werden von den meisten Menschen freundlich gegrüßt. Es ist hier so eine ganz andere Welt, in der zu leben wir uns eigentlich nicht vorstellen können. Strom ist zwar vorhanden, aber nicht leistbar, da ein Kilowatt knapp einen Euro kostet.

Abends bekommen wir von der Hausfrau ein leckeres Essen serviert und um 19.00 Uhr ist es stockdunkel, nur ein paar batteriegespeiste Glühlampen brennen noch. Wir gehen langsam zu Bett die Hitze lässt uns trotz Ventilator nur schwer einschlafen. Kaum schlafen wir werden wir schon wieder geweckt. Entweder durch das Krähen unzähliger Hähne (auch mitten in der Nacht) oder durch Hundegebell, Gänseschnattern, Verkehrslärm oder undefinierbare andere Geräusche.