Archiv der Kategorie: Kambodscha

2015-11-18 B-B-B-Triathlon für Touristen

Schon um 6:00 saßen wir heute beim Frühstück um halbwegs rechtzeitig (auch ein TukTuk ist Morgens schwer zu bekommen) bei unserem heutigen Tourveranstalter ‚Grasshoppers‘ einzutreffen. Bei diesem hatten wird eine  ganztägige Bike-Boot-Bus-Tour gebucht.

Die Räder waren wie neu und sogar alle Bremsen haben funktioniert (nicht so wie in Bangkok). Zwei Guides, sowie drei amerikanische Brüder machten sich mit uns auf den Weg. Knappe 30 Km ging es über abgelegene Straßen, durch Dörfer in die man als Tourist sonst wohl nie hinkommen würde, in der Nähe von Siem Reap über Stock und Stein. Zwischendurch besuchten wir einen lokalen Markt, sahen beim Reiskochen (in Bambusrohren) zu, stoppten bei einem Tempel, konnten immer wieder die sehr armen Lebensverhältnisse der Einheimischen beobachten, bis wir in einem Dorf die Radtour beendeten.

In dem Dorf erwartete uns ein Guide von ‚HUSK‘. Diese Organisation kümmert sich in den entlegenen Dörfern um die ärmsten der Armen und baut für und mit ihnen Schulen, Häuser und investiert in die Infrastruktur. Dieser Guide führte uns über eine Stunde durch das weit verstreut liegende Dorf und zeigte uns die erbauten Häuser, Trinkwasserstationen und die Schule.

Nach einem guten Mittagessen ging es mit dem Bus ein kurzes Stück weiter zu einem See, dem ‚Tonle Sap‘. Dort fuhren wir zuerst  einen Kanal entlang bis wir zum eigentlichen See kamen. Unterwegs kamen wir an einem schwimmenden Dorf vorbei, in dem die Menschen mit Hab und Gut auf einem Boot leben.

Nach einer kurzen Rast in einem schwimmenden Restaurant (mit lebenden Krokodilen als Haustieren) fuhren wir den See noch ein Stück entlang, stiegen dann in Kajaks um und fuhren damit durch eine atemberaubende Wasserlandschaft.

Danach ging es wieder auf das Longtail-Boot, dass uns wieder bis zum Bus zurückbringen sollte, Leider ging dem Boot unterwegs das Benzin aus, sodass uns ein anderes Boot abschleppen musste, bis wir zu einer ‚Tankstelle‘ kamen und neues Benzin kaufen konnten.  ‚Tankstelle‘ war in unserem Falle ein Standl am Rand des Kanals, von dem aus uns ein Mann zwei mit Benzin gefüllte 2l-Colaflaschen zuwarf.

Mit dem Bus ging es nun ins Hotel, wo wir müde, aber voller toller Eindrücke von einem empfehlenswerten Trip nach über 10 Stunden wieder eintrafen.

2015-15-17 Siem Reap – Angkor Tempeltour

Heute haben wir eine besondere Tour absolviert, auf die wir uns schon sehr gefreut haben. Nach dem Frühstück wurden wir von unserem Fahrer (übrigens der gleiche der uns gestern von der Grenze bis hier ins Hotel brachte) und unserem Guide abgeholt.

Zuerst fuhren wir los um unsere personalisierten Tagespässe für den Angkor Archaelogogical Park (für je 20 USD pP) zu kaufen. Anschließend starteten wir den ‚Kleinen Rundgang‘ und besuchten dabei folgende Tempel:

Angkor Thom – ist eine von einem riesigen Wassergraben ( 12 Km lang, 100 m breit) ehemals mächtigste Hauptstadt des Angkor-Reiches. In ihr befinden sich, der Bayon (Königlicher Palast), sowie die Terrasse der Elefanten und des Leprakönigs, um nur einige Highlights zu nennen.

Ta Prohm – ist jene Tempelanlage aus dem 12 Jahrhundert die zum Großteil von den darauf wachsenden Bäumen zerstört wurde bzw. wird. Seit Jahrhunderten wachsen hier riesige Würgefeigenbäume die mit ihren starken und weitverzweigten Wurzeln die stärksten Mauern sprengen und zum Einsturz bringen.

Angkor Wat – ist jene Tempelanlage, die als das Wahrzeichen Kambodschas gilt. Von einem knapp 200 m breiten Wassergraben umgeben, ist dieser hinduistische Tempel das größte sakrale Bauwerk der Welt. Angkor Wat zu beschreiben ist ganz einfach: es ist bombastisch, poetisch, brutal in seiner Größe, sanft in seiner Symmetrie und künstlerischen Gestaltung, ebenso unglaublich als Ganzes wie auch im kleinsten Detail. Leider stammt dieser Satz nicht von uns, aber beschreibt genau unsere Eindrücke.

Diese Tour ist jedem Siem-Reap-Urlauber zu empfehlen, obwohl sie nicht ganz einfach ist. Bei sengender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit stundenlang herum zu spazieren, ist oft nicht einfach, aber das was man zu sehen und zu erleben bekommt, entschädigt tausendfach. Noch nie hatten wir so einen hohen Trinkwasserverbrauch wie heute und noch haben wir so viel transpiriert wie heute. Aber es hat sich wirklich ausgezahlt und wir sind froh diese Tour gemacht zu haben.

Zum Abschluss haben wir wieder am und im Pool relaxt, den morgen müssen wir wieder fit sein. Da steht nämlich ein Triathlon auf dem Programm

 

 

2015-11-16 Kulen 2 – Folklore

Nach dem Bezug des riesigen Zimmers hüpften wir sofort in unsere Badesachen und genossen einige Zeit im und am Swimmingpool.

Danach kauften wir an der Rezeption Karten für einen Dinner-Buffet-Folklore-Abend im Restaurant Kulen 2. Ein TukTuk brachte uns zum Restaurant, wo wir und ca. tausend weitere Personen auf die Eröffnung des Buffets und den Beginn der Folkloreshow warteten.

Das Buffet war einigermaßen, die Show ebenfalls und so fielen wir dann müde ins Bett, denn Morgen ist wieder ein besonderer Tag.

2015-11-15 Pak Chong nach Siem Reap

Heute sollte die Fahrt von Thailand nach Kambodscha stattfinden und zwar nach folgendem Plan: Ein Privatchauffeur holt uns von Pak Chong ab und bringt uns an die thailändisch/kambodschanische Grenze nach Aranyaprathet und lässt uns dort aussteigen. Wir gehen alleine über die Grenze, d.h. wir erledigen selbst die Aus- bzw. Einreiseformalitäten und treffen nach dem Zollgebäude in Poipet unseren kambodschanischen Fahrer, der uns dann nach Siem Reap ins Hotel bringen soll.

Soweit der Plan. Aber Pläne entsprechen meist nicht der Wirklichkeit, den tatsächlich war es so:

Schon ein halbe Stunde vor der geplanten Abfahrt (9:00) fuhr unser Privatfahrer mit einem Toyota Chamry (gasbetrieben) vor und als auch wir endlich fertig waren, ging die Reise um 8:50 los. Die Fahrt war eher fad, zwei kurze Stopps zum Gastanken waren der einzige Höhepunkt. Da der Fahrer kein Wort Englisch sprach, konnten wir ihn auch nicht über Thailand, sein Leben etc. ausfragen.

Um 12:30 kamen wir dann in der thailändischen Grenzstadt Aranyaprathet an. Was war das für ein Treiben. Überall Touristen und Einheimische die sich in der Umgebung des Grenzgebäudes aufhielten bzw. hin und her liefen oder gefahren wurden. Und da sollten wir uns jetzt zurecht finden ?

Plötzlich fuhr unser Fahrer rechts ran, unsere Türe wurde aufgerissen und wir wurden von einem freundlichen Mitarbeiter unserer kambodschanischen Reiseagentur begrüßt. Er nahm uns gleich die Pässe ab, verschwand damit in irgendeinem Gebäude, kam kurze Zeit später mit Ein-/Ausreisevisum wieder zu erscheinen. Wir füllten sie aus, dann ging er wieder weg und nach insgesamt kaum einer viertel Stunde waren wir im Besitz unseres Visums. Für diese Prozedur muss man als normaler Grenzgänger eine gute Stunde rechnen. Und wir haben uns das alles für fünf Dollar extra p.P. erspart.

Nun schnappten wir unsere Koffer und rannten keuchend und übermäßig transpirierend unserem Guide nach, in Richtung Aus-/Einreise. Bei der Ausreise wurden unsere Pässe kontrolliert und wir fotografiert. Dann ging es endlose Gänge entlang, aber immer an der Warteschlange vorbei bis auf die kambodschanische Seite. Wieder nahm unser Guide uns die Pässe ab und tauchte in der Menschenmasse unter. Zehn Minuten später waren unsere Visa gestempelt und der ganze Grenzverwaltungskram erledigt. Auch hier haben wir gut eine Stunde Wartezeit in sengender Hitze gespart. Schon lange nicht haben wir zehn Dollar so gut angelegt.

Ein alter, schrottreifer Bus brachte uns in kurzer Fahrt zu einem Parkplatz. Nach dem Aussteigen winkte unser Guide unseren nächsten Privatfahrer (wieder mit einem Toyota Chamry, aber diesmal in Diesel) herbei und dieser brachte uns dann in ca. zweistündiger Fahrt an unseren Zielort Siem Reap in unser Hotel.

Diese Fahrt war weit spannender als die erste Fahrt, denn Verkehrsregeln werden hier anscheinend nur als Empfehlungen interpretiert. Lasten werden mit den eigentümlichsten Geräten und in oftmals seltsamer Beladung transportiert. Und zwischen dem ganzen Chaos gibt es immer und überall Scooters die dem ganzen noch eine ganz besondere verkehrstechnische Würze verleihen.

Die Gegend ist meist flach und wird von Reisfeldern links und rechts der Straße beherrscht.

Relativ entspannt und ausgeruht haben wir unser Hotel erreicht und waren froh, dass die Realität diesmal besser als der Plan war. Ein großes Lob an unseren Reiseveranstalter Erlebe-Fernreisen und seinen Partner Khiri-Travel.