Archiv der Kategorie: Kambodscha

2015-11-26 von Chi Pat nach Koh Chang

Einen langen Reisetag hatten wir heute vor uns. Noch dazu waren Teile des Transports noch nicht fixiert und wir mussten uns selbst darum kümmern.

Zuerst sollten wir wieder zwei Stunden mit dem Boot bis zur Busstation fahren. Das konnten wir abwenden indem wir  in 30 Min per Scooter dorthin gebracht wurden. Eine interessante Fahrt über immer nicht ganz einwandfreie Straßen auf Scooter die ungefähr den gleichen Zustand hatten.

Wir kamen gut bei der Busstation an, der Minivan war ziemlich pünktlich und nach weiteren 2 Std. Fahrt kamen wir im kambodschanischen Grenzdorf Koh Kong an. Hier mussten wir in einen Reisebus wechseln, der uns dann direkt an die Grenze zu Thailand brachte. Vor den Grenzgebäuden mussten wir aussteigen und die Grenze zu Fuß überqueren.

Es dauerte etwas bis wir die kambodschanischen Ausreisestempel bekamen, dann schleppten wir uns und das Gepäck in sengender Hitze auf die thailändische Seite. Dort mussten wir eine Militärkontrolle passieren und wieder auf die Einreisestempel warten.

Es ging alles glatt und wir sahen uns um, denn hier sollte ein Minivan auf uns warten und uns zur Fähre auf die Insel Koh Chang bringen. Doch soviel wir auch herumschauten, niemand wartete auf uns. Also riefen wir unser Reisebüro in Thailand an. Die meinten wir hätten keinen Transfer gebucht (obwohl es in unseren Unterlagen steht). Daher riefen wir unser Reisebüro in Kambodscha an (zum Glück ist das ein und die selbe Firma). Diese sagten, dass der Transport sehr wohl gebucht ist und der Fahrer eigentlich schon lange dort sein sollte. Nach einigen Telefonaten, organisierte das kambodschanische Reisebüro einen Privatfahrer auf thailändischer Seite und so kamen wir doch noch zu unserem Transfer zu Fähre.

Fünf nach 17.00 kamen wir bei der Fähre an und konnten noch der Fähre nachwinken, denn die war um 17.00 losgefahren. Jetzt mussten wir auf die 18.00 Fähre warten, konnten uns die Wartezeit aber mit einem fantastischen Sonnenuntergang verkürzen.

Die Fahrt auf der Fähre war total ruhig, dauerte knapp eine Stunde und wir konnten zusätzlich noch einen tollen Vollmond beobachten.

Ab der Fähre warteten schon Massentaxis auf die Reisenden und brachten uns dann in unser letztes Quartier unserer Reise.

2015-11-25 Chi Pat – Sunrise/Birdwatch

Zeitig aus den Federn mussten wir heute. Schon um 5:30 ging es mit unserem Guide auf das Boot und ca 90 Min. wieder den Piphot hinauf und dann einen Seitenarm des Flusses entlang. Während dieser Fahrt konnten wir ein wenig den Sonnenaufgang beobachten.

Im stillen Gewässer des Seitenarmes war noch der Morgennebel zu sehen und in der glatten Wasseroberfläche spiegelte sich die Uferlandschaft.

Leider sahen wir nur wenige Vögel und gar keine Affen. So mussten wir mit vielen schönen Eindrücken der Pflanzenwelt, aber ohne nennenswerte Tierbegegnungen den Heimweg antreten.

Dafür nutzen wir den freien Nachmittag zu einer ausgedehnten Siesta.

 

2015-11-24 von Phnom Penh nach Chi Pat

Heute war wieder einmal Reisetag. Schon um 6:45 holt uns der Minivan unseres Reiseveranstalters vom Hotel ab um uns zur Busstation zu bringen. Dort stiegen wir in den Linienminivan der uns bis zur ‚An Daung Toeuk Bridge‘ bringen sollte. Bei der Abfahrt hatten wir nur 15 Min Verspätung und wenige Minuten später steckten wir auch schon im ganz normalen Verkehrschaos der Hauptstadt mehr oder weniger fest.

Wir konnten wieder nur die Gelassenheit, mit der die Verkehrsteilnehmer sich in diesem Wirrwarr  bewegen, bewundern. Highlight war für uns ein zweisitziger Scooter auf dem drei Personen saßen. Vorne der Vater, hinten die Mutter und in der Mitte die Großmutter. Diese saß leicht vornüber gebeugt  mit dem Kopf an den Vater angelehnt. Die Mutter hielt einen Bambusstock in der Hand, an dessen oberen Ende eine Infusionsflasche mit viel Klebeband fixiert war. Aus dieser Flasche ging ein Schlauch direkt in den Oberarm der Großmutter.

War die Verkehrsdichte etwas geringer fuhr der Fahrer trotzdem nicht schneller. Im Gegenteil. Bei einem Markt hielt er an, kaufte sich ein neues Handy, wechselte die SIM-Karte und aktivierte sie anschließende telefonisch bei seinem Provider. Dass er während der Fahrt oft telefonierte, SMS schrieb und pausenlos mit seinem Co-Fahrer quatschte war beinahe selbstverständlich.  So erreichten wir unser Ziel nicht um 11:00 sondern erst um 13:30.

An der Brücke wurden wir von unserem lokalen Guide (er wartete bereits seit 8:30 dort) abgeholt. Wir bestiegen ein Boot und wurden den Piphot-River zwei Stunden lang bis zum Dorf Chi Pat hinunter gebracht. Dabei konnten wir die einzigartige Pflanzenwelt an den Ufern bewundern.

Im Community-Center konnten wir gleich Abendessen und bezogen dann unser Homestay ‚Sun Bear Lodge‘, eine tolle Hütte aus Bambus mit Schlaf- und Sanitärraum. Ventilator war auch vorhanden, auch wenn der dafür erforderliche Storm nur stundenweise zur Verfügung stand.

Den Tagesabschluss bildete  ein Bad in den Becken eines kleinen, nahen Wasserfalles und die rasende Fahrt von und zu einem wunderbaren Platz an dem wir einen weiteren Sonnenuntergang erleben konnten.

2015-11-23 Phnom Penh – Killing Fields/S-21

Im Anschluss an den Prunk des Königsplastes haben wir uns mit der grausamen, jüngsten Vergangenheit Kambodschas beschäftigt.

Killing Fields werden in Kambodscha die mehr als 300 Orte (und fast täglich werden es mehr) bezeichnet, an denen es in der Zeit von 1975-79 unter dem Regime der ‚Roten Khmer‘ Massenmorde an der eigenen Bevölkerung mit insgesamt über 200.000 Toten gegeben hat. Insgesamt ermordeten die ‚Roten Khmer‘ ca. 2 Mio, also rund 1/3 ihrer eigenen Landsleute.

Choeung Ek

Wir besuchten die bekannteste Killing Fields Stätte ‚Choeung Ek‘ knapp außerhalb von Phnom Penh. Hier wurden etwa 17.000 Männer aber vor allem Frauen und Kinder ermordet. Wie? Sie wurden nicht erschossen um Munition zu sparen. Die grausamen Tötungsarten wollen wir hier nicht beschreiben. Wen es interessiert, der kann auf die Links klicken. Auf dem Gelände sind unzählige Massengräber vorhanden, wovon viele geöffnet wurden, aber auch noch viele ungeöffnet sind. 8.895 Leichen wurden bisher exhumiert und die Knochen in einem Denkmal gesammelt.

Kleine Wege führen die Besucher an Massengräbern und Stationen, welche die Mordopfer gehen mussten entlang. Und auf allen diesen Wegen sieht man immer wieder noch Knochenreste, die aufgrund der Witterung aus dem Boden ausgewaschen werden. Die hier Ermordeten kamen größtenteils aus dem berüchtigten ‚Tuol-Sleng‘ bzw. ‚S-21‘ Gefängnis, das wir als nächstes besichtigt haben.

Tuol-Sleng / S-21 Gefängnis

Die ‚Roten Khmer‘ installierten einer Schule ein Gefängnis mit systematischer Folterung der Gefangenen. Jeder der in dieses Gefängnis kam wurde auch gefoltert und anschließend ermordet. Jeder Gefangene wurde in Einzelhaft in einer Zelle von 2 Quadratmetern Größe eingesperrt. In der Zelle gab es nur Fliesenboden, eine Kette zum Fixieren der Gefangenen und einen kleinen Behälter als Toilette. Die Klassenräume wurde dazu mit Ziegelwänden bzw. mit dem Holz der Schulbänke in die beschriebenen Zellengrößen unterteilt.

Wie gefoltert wurde, wollen wir hier auch wieder nicht beschreiben. Nur so viel. Es gab hier jede Art von Folter die sich die Menschheit seit Anbeginn einfallen hat lassen. Starb ein Gefangener während der Folter oder in seiner Zelle, wurde auch der verantwortliche Soldat ermordet, da er seine Aufsichtspflicht verletzt hatte.

2015-11-23 Phnom Penh – Königspalast/Silberpagode

Auch heute ging es gleich nach dem Frühstück wieder auf Erkundungstour. Dazu noch in der gleichen Besetzung wie gestern. Also wieder nur wir beide als ‚Gruppe‘, sowie die uns schon bekannten Fahrer und Guide.

Unser erstes Ziel war der Königspalast und die sich darin befindliche Silberpagode.  Der Königspalast ist ein Komplex von wunderschönen Gebäuden, die nach der Regenzeit immer frisch renoviert werden, und dem jeweiligen regierenden König als Residenz bzw. Repräsentationsort dient und wurde 1860 erbaut.

Die Silberpagode hat seinen Namen von den über 5.000 Bodenfliesen aus echtem Silber mit denen die Pagode ausgelegt ist. Die Pagode beinhaltet auch noch viele andere wertvolle Kunstgegenstände,  z.B. eine Buddhastatue aus grüner Jade oder eine lebensgroße Buddhastatue aus 90 Kg Gold besetzt mit 9584 Diamanten.

 

 

 

2015-11-22 Phnom Penh’s Monumente bei Nacht

Abends ließen wir uns von einem TukTuk zum knapp über einen Km entfernten Preah Sihanouk Boulevard bringen um dort zwei nationale Denkmäler umgeben von mit Lichterketten geschmückten Bäumen anzusehen.

Zuerst besichtigten wir das ‚Independent Monument‘, das einer Stupa aus Ankor Wat nachempfunden ist, im Jahre 1958 errichtet wurde und an die Unabhängigkeit von Frankreich aus 1954 erinnert.

Dann schlenderten wir die Lichterbaumallee entlang bis zum Denkmal des Nordom Sihanouk, der von 1941 bis 1993 zwei mal König und drei mal Staatsoberhaupt von Kambodscha war.

2015-11-22 Koh Dach-Mekong-Radtour

Auch heute waren wir wieder sehr sportiv unterwegs. Vor 8.00 wartete bereits unser Guide auf uns, wir wählten ein Rad aus, bekamen Helme verpasst und dann wurden wir alle (Räder und Menschen) in einen Bus verfrachtet. Die Gruppengröße war so wie wir es gerne haben – nämlich bestehend aus zwei Personen, d.h. wir waren mit einem Guide allein unterwegs.

Der Bus brachte uns zunächst via Fähre,  bei der es wieder, wie überall hier, sehr betriebsam zuging, auf die Hauptinsel des Mekong.

Dort schwangen wir uns auf unsere Räder um nach einer kurzen Fahrt, nun mit einer kleineren Fähre, auf die Koh-Dach-Mekonginsel überzusetzen. Nun ging die Tour richtig los. Wir radelten auf schmalen Wegen, die teils asphaltiert, teils staubig, sandig oder mit Schotterbelag versehen waren ein Stück der Insel ab.

Immer wieder wurden wir von den Menschen, besonders von Kindern, mit einem lauten ‚Hello‘ begrüßt, da hier nur selten Touristen vorbeikommen. Natürlich durfte auch ein Besuch eines Tempels und einer Weberei nicht fehlen.

Zu Mittag machten wir Rast am ‚Koh Dach Beach‘. Dies ist eine Sandbank im Mekong, mit offenen Hütten zum relaxen und der Möglichkeit im Mekong zu schwimmen. Bis zu einer Hütte sind wir gewatet, haben uns auf die Reismatten gelegt und einfach ein wenig gerastet. Das Schwimmen haben wir aufgrund der sichtbaren Wasserqualität des Mekong lieber gelassen.

Unser Guide bestellte das Mittagessen und kurze Zeit später wurde uns schon ein Fisolensalat mit Hühnerleber, Reis und Saucen serviert. Alles schmeckte vorzüglich, nur das Grillhuhn dürfte nicht geschlachtet worden sein, sondern eher an Altersschwäche verstorben sein, da es ziemlich zäh war.

Trotzdem genossen wir die relative Kühle am Wasser und das Treiben rings um uns herum.  Außerdem fanden wir noch Zeit für einen kleinen Powernap. Anschließend radelten wir noch ein ganzes Stück der Insel entlang, setzten wieder mit der Fähre über, wurden vom Bus wieder aufgenommen und ins Hotel zurückgebracht.

Ein toller, empfehlenswerter Ausflug abseits von touristischen Pfaden.

2015-11-21 Sambor Prei Kuk nach Phnom Penh

Heute nahmen wir von unserem Guide  und unserer Gastfamilie Abschied, denn der Transfer nach Phnom Penh stand auf dem  Programm.

Gleicher alter Fahrer mit gleichem noch älterem TukTuk, wie schon bei der Hinfahrt, brachte uns in wiederum abenteuerlicher Fahrt nach Kampong Thom zur Busstation.

Da wir noch etwas  Zeit hatten, machte der Fahrer noch eine kleine Rundfahrt durch die Stadt und zeigte uns einen Tempel und einen Baum voller Fledermäuse.

Der Bus kam wiederum pünktlich, genau eine Stunde zu spät, an und wir stiegen als einzige Gäste in den sonst bereits vollen Bus ein. Über drei Stunden holperten wir über Staubstraßen, fuhren über sanierungsbedürftige Asphaltstraßen oder glitten auf einer gut ausgebauten Autobahn der kambodschanischen Hauptstadt entgegen.

Ein Fahrer unseres lokalen Reiseveranstalters erwartete uns und brachte uns in kurzer Fahrt ins Hotel. Dort wurden unsere Pässe entgegengenommen und fieberhaft nach unserer Reservierung gesucht. Mit einem freundlichen Lächeln erhielten wir die Pässe zurück, da in diesen Hotel kein Zimmer für uns gebucht war. Dann wurde etwas herumtelefoniert und herausgefunden, dass wir im falschen Hotel abgesetzt wurden, da die Hotelnamen wirklich sehr ähnlich sind (Anik Boutique Hotel (das Falsche), Anik Boutique Hotel und Spa (das Richtige)). Ein TukTuk brachte uns kostenlos ins richtige Hotel und wir bezogen unsere Suite.

Anschließend besuchten wir noch eine nahe gelegene Mall und speisten dort eine Kleinigkeit im ‚Kenny Rogers Roaster‘. Für den Heimweg nahmen wir uns ein TukTuk. Leider hatte der Fahrer keine Ahnung wo unser Hotel ist und machte mit uns eine kleine Grätzelrundfahrt. Wir konnten ihn schließlich doch so weit dirigieren, dass er endlich in die richtige Richtung fuhr und wir dann das Hotel schlussendlich fanden.

2015-11-20 Sambor Prei Kuk

Morgens 6:00 ist Tagwache, außer uns ist rundherum auch schon alles wach. Alle Tiere, Menschen und Maschinen geben irgendwelche Laute von sich, sodass an Schlaf nicht zu denken ist. Das Frühstück ist wieder ausgezeichnet und unser Guide kommt, um uns zu einer vormittägigen Fahrradtour abzuholen. Auf Fahrrädern die älter als wir sind, machen wir eine ca. 15 Km lange Runde und besichtigen dabei eine Highschool, einen neu erbauten Tempel und eine Tempelanlage die dank amerikanischem Flächenbombardement während des Vietnamkrieges nur mehr als Ruine herumsteht.

Nach dieser 15-KM-Radtour wurden wir wieder von unserer Hausfrau kulinarisch verwöhnt und zogen uns anschließend zu einer kleinen Siesta zurück. Um 15:30 ging es zur nächsten Radtour los. Mit unseren Superbikes radelten wir durch Reisfelder, beobachteten Wasserbüffel, besuchten ein weiteres Dorf, um als Tagesabschluss einen schönen Sonnenuntergang in den Reisfeldern zu genießen.

 

Das Abendessen war wieder super, die Nacht etwas kühler als die Vorige, der Geräuschpegel wieder hoch (feiernde Touristen, Straßenlärm, Hunde, Hähne und sonstiges Getier) sodass unsere Nachtruhe nicht perfekt aber doch annehmbar war.

 

2015-11-19 Siem Reap nach Sambor Prei Kuk

Heute haben wir wieder einen Standortwechsel vorgenommen. Vom Hotel ging es zuerst mit einem PKW zum Busbahnhof. Dort stiegen wir in den Linienbus Siem-Reap nach Phnom Penh. Der Bus hatte bequeme Sitze, WiFi, Sicherheitsgurte und eine Klimaanlage. Trotz dieses Komforts waren keine Einheimischen an Board. Die Fahrt war sehr interessant, da wir wieder viel an Landschaft (Reisfelder in allen möglichen Variationen) und kuriosen Verkehrssituation zu sehen bekamen.

Pünktlich, mit nur einer Stunde Verspätung kamen wir in Kampong Thom an. Dies ist eine größere Bezirkshauptstadt, die extrem dichten Verkehr, aber dafür keine Asphaltstraßen hat. Es gibt daher hier keine grünen, sondern nur (staub)braune Blätter. Die Lungen der Einheimischen werden wohl ebenso aussehen.

An der Busstation wurden wir schon von unserem lokalen Guide, inklusive TukTuk und dessen Fahrer erwartet. Das Gefährt war ein Moped mit kleinem Anhänger, auf den unser Gepäck, der Guide und wir zwei verladen wurden. Dann begann die abenteuerliche Fahrt zu unserem eigentlichen Ziel, einem Homestay in Sambor Prei Kuk. Der Fahrer holte aus dem kleinen Moped, dass sich mit dem zu schleppenden Gewicht hörbar schwer tat, heraus was ging. Zuerst über die städtischen Staubstraßen, dann über die asphaltierten Überlandstraßen, jedoch immer von einem Schlagloch zum anderen, ging es ca. eine Stunde unserem Ziel entgegen. Einmal mussten wir eine kleine Pause einlegen, da der Motor heiß gelaufen war. Kein Problem. Der Fahrer holte aus dem nahen Reisfeld Wasser, kühlte den Motor und schon ging die wilde Fahrt weiter.

Wir waren schon sehr gespannt wie unser Homestay aussehen wird. Nun sahen wir es. Ein Pfahlbau, in einem abgelegenen Dorf, ohne Strom, aber sehr sauber. Wir wurden unseren Hausleuten (Eltern mit drei Kindern) vorgestellt und bezogen unser Etablissement. Ein Zimmer mit ca. 2×3 Metern, inkl. Bett, Moskitonetz und batteriebetriebenem Ventilator. Zu erreichen ist das Zimmer über eine steile Treppe die in einem riesigen Gemeinschaftsraum mündet. Unser Zimmer ist eines von vier Zimmern. Wir sind die einzigen Gäste, die anderen Zimmer stehen leer. Bis auf eines in dem die älteste Tochter schläft. Die übrigen Familienmitglieder schlafen in einem ebenerdig vorhandenen Holz-/Blechverschlag (Haus?). Untertags wird unter dem Pfahlbau gewohnt und gelebt. Niemand spricht englisch, nur die 15jährige Tochter, aber leider nur auf Anfängerniveau.

Nachdem wir etwas pausiert haben, schlafen ist wegen der Hitze kaum möglich, gehen wir die Straße etwas entlang und werden von den meisten Menschen freundlich gegrüßt. Es ist hier so eine ganz andere Welt, in der zu leben wir uns eigentlich nicht vorstellen können. Strom ist zwar vorhanden, aber nicht leistbar, da ein Kilowatt knapp einen Euro kostet.

Abends bekommen wir von der Hausfrau ein leckeres Essen serviert und um 19.00 Uhr ist es stockdunkel, nur ein paar batteriegespeiste Glühlampen brennen noch. Wir gehen langsam zu Bett die Hitze lässt uns trotz Ventilator nur schwer einschlafen. Kaum schlafen wir werden wir schon wieder geweckt. Entweder durch das Krähen unzähliger Hähne (auch mitten in der Nacht) oder durch Hundegebell, Gänseschnattern, Verkehrslärm oder undefinierbare andere Geräusche.