2015-11-19 Siem Reap nach Sambor Prei Kuk

Heute haben wir wieder einen Standortwechsel vorgenommen. Vom Hotel ging es zuerst mit einem PKW zum Busbahnhof. Dort stiegen wir in den Linienbus Siem-Reap nach Phnom Penh. Der Bus hatte bequeme Sitze, WiFi, Sicherheitsgurte und eine Klimaanlage. Trotz dieses Komforts waren keine Einheimischen an Board. Die Fahrt war sehr interessant, da wir wieder viel an Landschaft (Reisfelder in allen möglichen Variationen) und kuriosen Verkehrssituation zu sehen bekamen.

Pünktlich, mit nur einer Stunde Verspätung kamen wir in Kampong Thom an. Dies ist eine größere Bezirkshauptstadt, die extrem dichten Verkehr, aber dafür keine Asphaltstraßen hat. Es gibt daher hier keine grünen, sondern nur (staub)braune Blätter. Die Lungen der Einheimischen werden wohl ebenso aussehen.

An der Busstation wurden wir schon von unserem lokalen Guide, inklusive TukTuk und dessen Fahrer erwartet. Das Gefährt war ein Moped mit kleinem Anhänger, auf den unser Gepäck, der Guide und wir zwei verladen wurden. Dann begann die abenteuerliche Fahrt zu unserem eigentlichen Ziel, einem Homestay in Sambor Prei Kuk. Der Fahrer holte aus dem kleinen Moped, dass sich mit dem zu schleppenden Gewicht hörbar schwer tat, heraus was ging. Zuerst über die städtischen Staubstraßen, dann über die asphaltierten Überlandstraßen, jedoch immer von einem Schlagloch zum anderen, ging es ca. eine Stunde unserem Ziel entgegen. Einmal mussten wir eine kleine Pause einlegen, da der Motor heiß gelaufen war. Kein Problem. Der Fahrer holte aus dem nahen Reisfeld Wasser, kühlte den Motor und schon ging die wilde Fahrt weiter.

Wir waren schon sehr gespannt wie unser Homestay aussehen wird. Nun sahen wir es. Ein Pfahlbau, in einem abgelegenen Dorf, ohne Strom, aber sehr sauber. Wir wurden unseren Hausleuten (Eltern mit drei Kindern) vorgestellt und bezogen unser Etablissement. Ein Zimmer mit ca. 2×3 Metern, inkl. Bett, Moskitonetz und batteriebetriebenem Ventilator. Zu erreichen ist das Zimmer über eine steile Treppe die in einem riesigen Gemeinschaftsraum mündet. Unser Zimmer ist eines von vier Zimmern. Wir sind die einzigen Gäste, die anderen Zimmer stehen leer. Bis auf eines in dem die älteste Tochter schläft. Die übrigen Familienmitglieder schlafen in einem ebenerdig vorhandenen Holz-/Blechverschlag (Haus?). Untertags wird unter dem Pfahlbau gewohnt und gelebt. Niemand spricht englisch, nur die 15jährige Tochter, aber leider nur auf Anfängerniveau.

Nachdem wir etwas pausiert haben, schlafen ist wegen der Hitze kaum möglich, gehen wir die Straße etwas entlang und werden von den meisten Menschen freundlich gegrüßt. Es ist hier so eine ganz andere Welt, in der zu leben wir uns eigentlich nicht vorstellen können. Strom ist zwar vorhanden, aber nicht leistbar, da ein Kilowatt knapp einen Euro kostet.

Abends bekommen wir von der Hausfrau ein leckeres Essen serviert und um 19.00 Uhr ist es stockdunkel, nur ein paar batteriegespeiste Glühlampen brennen noch. Wir gehen langsam zu Bett die Hitze lässt uns trotz Ventilator nur schwer einschlafen. Kaum schlafen wir werden wir schon wieder geweckt. Entweder durch das Krähen unzähliger Hähne (auch mitten in der Nacht) oder durch Hundegebell, Gänseschnattern, Verkehrslärm oder undefinierbare andere Geräusche.

 

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